Ernährung ohne Zucker

Ernährung ohne Zucker

Eine zuckerfreie Ernährung hat in den vergangenen Jahren einen starken Zuspruch in der Bevölkerung erlebt. Dies war nicht immer so, denn lange Zeit galt Zucker als das normalste der Welt, um Speisen einfach und schnell verfeinern zu können. Kein Wunder, denn für Jahrzehnte wurde Fett unter anderem als potentieller Dickmacher zum weltweiten Feind erklärt.

Umdenken in der Lebensmittelindustrie

Das es nicht Fett, sondern Zucker ist, der für unsere Gesundheit schädlich sein könnte, hat uns lange nicht interessiert und sollte uns seitens der Lebensmittelindustrie auch gar nicht erst interessieren. So standen zum Beispiel Speisen wie Milchnudeln, Grießbrei, Milchreis oder gezuckerte Erdbeeren selbst in meiner Kindheit sowohl in der Kita, der Schule aber auch Zuhause auf dem Tagesprogramm. Ein Bewusstsein für ein Überkonsum an Zucker – Fehlanzeige! Eine wirkliche Umkehr, die zum Teil auch von der Lebensmittelindustrie mitgetragen wird, erleben wir erst in der heutigen Zeit. Denn, erst jetzt haben zahlreiche Studien eindeutig belegt, dass Zucker brandgefährlich und für zahlreiche Krankheiten (mit)verantwortlich ist. Das lässt final natürlich auch die Hersteller von Lebensmitteln oder gar Supermärkte aufhorchen. So werden vermehrt zuckerreduzierte oder zuckerfreie Lebensmittel hergestellt und auch in den Regalen angeboten. Ein prominentes Beispiel ist hier die Supermarktkette REWE, die die Verbraucher darüber entscheiden lassen hat, wie hoch der Zuckeranteil in den angebotenen Eigenmarken sein soll.

Der große „Zuckerknall“

Das es erst jetzt zum großen „Zuckerknall“ gekommen ist, hat aber auch ganz klar mit der Tatsache zu tun, dass sich unendliche viele Diäten über Jahrzehnte fälschlicherweise nicht mit dem Thema Zucker befasst haben. Ganz im Gegenteil, das Stück Kuchen war und ist selbst heute noch oft Teil vom wöchentlichen Cheat Day. Und wenn die Punktbilanz vom Tag stimmt, kann bei einigen Diäten selbst zu später Stunde noch beherzt zur Schokolade gegriffen werden. In aller Regel sagen Diäten vor allem den Kohlenhydraten den Kampf an. Bei der Zubereitung von Essen wird daher vornehmlich darauf geachtet, dass keine Kohlenhydrate auf dem Tisch landen. Das ist natürlich totaler Quatsch. Heute ist zum Glück auch in diesem Punkt die Erkenntnis gereift, dass Zucker für Übergewicht verantwortlich ist und wir durch das weglassen von Zucker sehr schnell an Gewicht verlieren können. Damit rücken die Themen Diät und Zucker näher zusammen denn je, obwohl die Reduzierung von Zucker eher einer Ernährungsumstellung, als einer Diät gleicht. Zudem hat sich das Bewusstsein der Menschen für eine gesunde Ernährungsweise auf eine dramatische Weise geändert. Sich wirklich gesund zu ernähren hat sich für viele Menschen zu einem grundlegenden Bedürfnis entwickelt. Gesund heißt dabei eben auch, dass Lebensmittel möglichst nicht nur BIO sind, sondern auch ohne nennenswerte Zugaben von Zucker oder Zuckerersatzstoffen auskommen sollen.

Was bedeutet eine gesunde Ernährung also?

Lebensmittel die gesund sind, sollten…

  • glutenfrei sein
  • frisch sein
  • bio sein
  • nicht verarbeitet sein
  • nicht genetisch verändert sein
  • wenig Weizen enthalten und
  • keinen Zucker bzw. Zuckerersatzstoffe enthalten.

Zuckerfrei ernähren: Was bedeutet das?

1. Zuckerfrei ernähren bedeutet auf Süßigkeiten zu verzichten

Es ist der offensichtlichste und zugleich der schwerste Teil bei einer zuckerfreien Ernährung. Kein Wunder, denn Süßigkeiten lauern an jeder Ecke und jeder von uns hat eine Handvoll Süßigkeiten, die er über alles liebt. Von diesen heißt es Abschied nehmen. Dazu zählen alle Arten von Süßigkeiten: z. B. Schokolade, Eis, Kuchen, Gummibärchen etc. Doch das ist nicht schlimm, denn für unsere Ernährungsbilanz tragen Süßigkeiten nichts gutes bei und sind völlig überflüssig.

2. Zuckerfrei ernähren bedeutet auf Zuckerersatz zu verzichten

Zucker vom Speiseplan zu streichen heißt keineswegs, dass der Weg für Zuckerersatzstoffe frei ist. Ganz im Gegenteil, diese gehören genauso auf die Verbotsliste wie der Zucker selbst.

3. Zuckerfrei ernähren bedeutet sich Zeit zu nehmen

Wer bewusst auf Zucker verzichten bzw. diesen reduzieren möchte, muss sich vor allem am Anfang viel Zeit nehmen, um Lebensmittel auf den Zuckergehalt zu studieren. Dazu gehört auch, dass Mahlzeiten selbst gekocht werden – natürlich ohne Zucker. Das dauert zu Beginn natürlich deutlich länger, doch es kommt nach und nach eine gewisse Routine rein.

4. Zuckerfrei ernähren bedeutet Sinne neu zu schärfen

Kannst du dir vorstellen, dass eine Tomate nach einem Zuckerentzug ein ganz neues Geschmackserlebnis für dich bereithält? Das eine Tomate sogar wirklich süß schmeckt? Nun, lass dich überraschen…

5. Zuckerfrei ernähren bedeutet zu experimentieren

Du wirst es nicht vermeiden können, dass du geliebte Speisen nicht mehr essen kannst bzw. diese auf eine neue Weise zubereitet musst. Eine Tomatensoße lässt sich zum Beispiel auch ganz ohne Ketchup zubereiten und in einem Müsli müssen keineswegs Schokostückchen enthalten sein, damit es schmeckt. Haferflocken mit zuckerfreiem Joghurt und einer Handvoll Obst bieten als Beispiel eine gute Alternative für den Start in den Morgen. Und, du wirst sogar ganz neue Lebensmittel für dich entdecken.

Zuckerfrei ernähren: Aller Anfang ist schwer

Zucker wirkt in unserem Gehirn leider wie eine Droge, weshalb ein Leben ohne Zucker meist auch mit einem Zuckerentzug startet. Nicht wenige erleben in dieser Zeit zahlreiche Tiefs, bevor es sichtlich bergauf geht. Symptome wie Kopfschmerzen, Niedergeschlagenheit und Müdigkeit gehören in dieser Zeit daher leider oft an der Tagesordnung. Doch, mit meinem 40 Tage ohne Zucker E-Mail Coach stehe ich dir in dieser Zeit zur Seite.

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