Babynahrung und Kindernahrung sind stark verzuckert

Vergiftet: So verzuckert sind „kindergerechte“ Lebensmittel für unsere Kinder

Ganz gleich, ob Babynahrung oder Kindernahrung, die Hersteller von Lebensmitteln für Kinder versuchen uns stets glaubhaft zu machen, dass Brei, Riegel & Co. super gesund und nur aus den besten Inhaltsstoffen hergestellt werden. Doch, und das ist die bittere Realität, gesunde Kindernahrung sieht völlig anders aus, als das was uns in den Supermarktregalen in der Regel angeboten wird. Dabei ist es auch egal, ob auf den Gläschen & Co. Hipp, Alnatura oder Alete oben drauf steht. In einem sind sich nämlich alle Produkte gleich: der Zuckeranteil ist meist viel zu hoch. Wer seine Kinder also wirklich gesund ernähren möchte, kommt nicht daran vorbei, die Nahrung für Kleinkinder und Babys selber zu kochen oder Snacks frisch zuzubereiten.

Ich gebe euch hier einen Überblick über alle gängige Produkte, die alle Eltern aus den Regalen in Supermärkten und Drogerien kennen UND die ALLE extrem stark verzuckert sind.

[box type=“note“]Hinweis: Ein Lebensmittel gilt immer dann als zuckerarm, wenn es weniger als 5 g Zucker pro 100 g enthält. Ein Verzehr ist in diesem Fall bedenkenlos möglich. Sobald der Wert von 5 g Zucker pro 100 g überschritten wird, solltet ihr die frische Zubereitung von Lebensmitteln ernsthaft in Erwägung ziehen. Erst Recht dann, wenn es sich um Lebensmittel für Kleinkinder und Babys handelt. [/box]

Exemplarisch stelle ich euch jeweils immer ein Produkt aus jeder Kategorie vor.

Babybrei für Kleinkinder

Bei Babybrei für Kleinkinder gibt es eine Ausnahme. Sorten die vornehmlich aus Gemüse bestehen, enthalten meist deutlich weniger als 5 g Zucker pro 100 g. Die meisten Gläschen kommen auf einen Wert zwischen 2 g Zucker und 3 g Zucker auf 100 g. Kritisch wird es dagegen vor allem bei Fruchtbrei Gläschen. Diese liegen meist bei etwa 10 g Zucker pro 100 g (oder deutlich mehr), womit diese aufgrund der hohen Konzentration von Fruchtzucker stark überzuckert und daher nicht wirklich zum Verzehr für Kinder geeignet sind.

Beispiel: Hipp – Äpfel mit Bananen

Hipp Äpfel mit Bananen

Nährwerte: 12,1 g Zucker pro 100 g

Nährwerte Äpfel mit Bananen

Milchbrei als Pulver für Babys

Milchbrei in Pulverform hat wahrhaftig bedenkliche Zuckerwerte. Bei den von mir verglichenen Sorten lag der Zuckeranteil stets bei über 30 g Zucker pro 100 g. Zum Einsatz kommt bei Milchbrei meist Magermilchpulver, das im Grunde nur hochkonzentrierter Milchzucker ist. Zum anderen wird bei Milchbrei gerne Maltodextrin verwendet, das nur eine andere Bezeichnung für Zucker ist. Kombiniert man beides, erhält man einen schönen Brei aus Zucker, den wohl kaum ein Kind verweigern würde.

Beispiel: Alerte – Milchbrei Grießbrei

Alete Milchbrei Grießbrei

Nährwerte: 30 g Zucker pro 100 g

Alete Milchbrei

Quetschies, der Snack für den schnellen Hunger

Quetschies werden von vielen Eltern und Kindern gleichermaßen geliebt. Kein Wunder, sie schmecken gut, sind schnell greifbar und bestehen fast nur aus pürierten Obst. Doch, in Wirklichkeit sind Quetschies schlimme Zuckerbomben. Das Obst landet meist pur ohne Schale in den Quetschies, wodurch wichtige Vitamine und Ballaststoffe komplett verloren gehen. Was übrig bleibt ist der reine Fruchtzucker in Form von Püree, das oftmals zusätzlich sogar noch mit Fruchtmark oder Fruchtsaftkonzentraten angereichert wird, um die gewünschte Süße zu erzielen.

Beispiel: Freche Freunde – Apfel, Banane und Himbeere

Freche Freunde Quetschi

Nährwerte: 11,4 g Zucker pro 100 g

Freche Freunde Quetschi

Fruchtriegel und Fruchtschnitten für Kleinkinder

Fruchtriegel bzw. Fruchtschnitten gehören wie Quetschies zu den Produkten, die gerne als Snack für unterwegs in die Brotbox wandern. Ähnlich wie Quetschies sind diese jedoch alles andere als eine gesunde Mahlzeit für unterwegs. Der Zuckeranteil nimmt bei Fruchtschnitten zum Teil absurde Ausmaße an, so wie bei diesem Beispielhaften Produkt.

Beispiel: dmBio – Fruchtriegel Banane, Apfel und Kirsch

dmBio - Fruchtriegel

Nährwerte: 52 g Zucker pro 100 g

dmBIO Fruchtriegel

Knabbereien für zwischendurch

Natürlich gibt es auch für Kinder und sogar für Babys Knabbereien für zwischendurch. Insgesamt zeigt sich hier ein etwas besseres Gesamtbild, als bei den anderen Produktkategorien. Bei einer Vielzahl der Produkten liegt der Zuckeranteil deutlich unter 5 g Zucker pro 100 g. Dennoch gibt es natürlich zahlreiche Ausreißer, bei den der Zuckeranteil jenseits von gut und böse ist. Ein prüfender Blick auf die Nährwertangaben bleibt euch also auch nicht bei den Knabbereien erspart.

Beispiel: Hipp – Baby Keks

Hipp - Baby Keks

Nährwerte: 22,6 g Zucker pro 100 g

Hipp Baby Keks

Beispiel: Hipp – Himbeer Reiswaffeln

Hipp Himbeer Reiswaffeln

Nährwerte: 16,2 g Zucker pro 100 g

Hipp Himbeer Reiswaffeln

Beispiel: babylove – Bio Mini-Dattel-Konfekt

babylove - Bio Mini-Dattel-Konfekt

Nährwerte: 62 g Zucker pro 100 g

babylove Dattel-Konfekt

Fazit: Zucker so weit das Auge reicht

Egal welche Marke, egal welches Produkt – alle haben das gleiche Problem: der Zuckeranteil ist bei den einzelnen Produkten in aller Regel viel zu hoch. Manchmal sogar so hoch, dass ich den Zuckeranteil wirklich besorgniserregend empfinde. Nicht wenige, der eigentlich kindergerechten Lebensmittel, kommen eher Süßigkeiten als einem gesunden Snack oder einer gesunden Zwischenmahlzeit gleich.

Problematisch ist dabei vor allem die Aufmachung der Produkte. Die Verpackungen sind mit frischem Obst bedruckt, uns strahlen süße Kinder an und nicht selten prangert der Schriftzug „ohne Zuckerzusatz“ oder „Bio“ auf den Verpackungen. Stets mit dem Ziel, uns ein gutes Gefühl beim Kauf zu geben. Wer Bio kauft, kauft doch schließlich gesund, so die allgemeine (trügerische) Annahme. „Ohne Zuckerzusatz“ bedeutet hingegen nur, dass kein Industriezucker hinzugefügt wurde, dennoch kann der Zuckeranteil extrem hoch sein.

Doch wie kommt es dann, dass viele Gläschen, Fruchtschnitten oder Snacks auch ohne die Zugabe von Industriezucker mit viel zu hohen Zuckeranteilen zu kämpfen haben. Nun, den Herstellern von Lebensmitteln stehen leider zahlreiche Alternativen zum Industriezucker zur Auswahl, mit denen sich Lebensmittel „wunderbar“ und scheinbar gesund süßen lassen. Wenn ihr Angaben wie Apfeldicksaft, Magenmilchpulver, Fruchtmark, Fruchtsaftkonzentrat oder getrocknete Fruchtstücke lest, sollten bei euch direkt die Alarmglocken schrillen. All diese Bezeichnungen vereinen nichts anderes als hochkonzentrierten Zucker – in der jeweils einen oder anderen Form.

Auch bei Lebensmitteln für Kinder und Babys gilt daher der gleiche Grundsatz, wie bei Erwachsenen. Wer sich und seine Kleinen gesund und wirklich zuckerfrei ernähren möchte, kommt nicht daran vorbei selber zu kochen oder Snacks frisch zuzubereiten.

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