Artischocke - Nährwerte und Kalorien

Artischocken – Infos, Tipps, Nährstoffe, Kalorien und Nährwerte

Artischocken passen nicht nur perfekt auf die Pizza oder in den Salat, zudem sind sie auch besonders gesund und sogar als Heilpflanze sehr beliebt. In diesem Artikel erfährst du alles was du über die Artischocke wissen solltest – von den Nährwerten bis hin zur Zubereitung wird alles erläutert.

Allgemeine Informationen zu Artischocken

Bereits in der Antike lernten die Menschen die Artischocke als Nahrungsmittel sowie Heilpflanze zu schätzen. Zu dieser Zeit konnten sich jedoch nur einige wenige Menschen das besondere Gemüse leisten. In der mittelalterlichen Zeit wurde sie immer beliebter und die herzförmige Pflanze wurde aus Persien und auch Nordafrika nach Europa gebracht. Dort fand sie schnell großen Anklang. Heutzutage gibt es die wertvolle Artischocke nicht mehr als wildgewachsende Pflanze, sondern bloß noch in einer kultivierten Form aus Süd- und Mitteleuropa, Nordafrika und Südamerika. Die Pflanze der gesunden Artischocke kann bis zu 1,5 Meter hoch werden. Auf den Blättern befinden sich die violetten Blüten der Blütenköpfe. Darin befindet sich dann das begehrte kulinarische Objekt: nämlich die leicht bitteren Artischockenherzen.

Wann haben Artischocken Saison?

Artischocken haben ihre Hauptsaison von März bis Mai. Im Spätsommer sowie im Frühherbst 
haben sie nochmal Saison. Um wirklich festzustellen, ob du auch gute Artischocken ausgewählt hast, reibe sie aneinander und höre, ob sie quietschen. Falls ja, bist du vollkommen auf dem richtigen Weg. Dieses Quietschen bedeutet nämlich, dass die Artischocken-Blätter knackig sind. Entscheide dich lieber für eine quietschende Artischocke mit Flecken oder kleinen Makeln, anstelle einer dem Aussehen nach perfekten ohne Quietschen. 

Welche Nährstoffe sind in Artischocken enthalten?

Ehrlich gesagt sind Artischocken auf den ersten Blick keine echten Nährwerte-Wunder. Im Vergleich zu diversen anderen Gemüsearten enthalten sie relativ wenig Kohlenhydrate, wenig Proteine und keine gesunden Fettsäuren. Außerdem kommen sie lediglich auf 41 Kalorien pro 100 Gramm, Figurbewusste können sich darüber freuen. Bezogen auf Ballaststoffe gibt es sicher auch viel bessere Quellen. Auf den 2. Blick können Artischocken aber trotzdem bei den Nährwerten punkten. Sie sind nämlich reich an Inulin, das ist ein löslicher Ballaststoff, welcher sich im positivsten Sinne auf den Darm und die Verdauung auswirkt.

Was macht Artischocken so gesund? Hier ein kurzer Überblick auf die Nährwerte pro 100 Gramm:

  • Kalorien: 41 g
  • Kohlennhydrate: 2,9 g
  • Fett: 0 g
  • Eiweiß: 2 g
  • Ballaststoffe: 11 g

Bei den Mineralstoffen sowie Vitaminen kann die herzförmige Artischocke jedoch keine außerordentlichen Mengen liefern. Nur der Anteil an Kalium ist erwähnenswert: 350 mg pro 100 g ist zu erwähnen. Kalium sorgt dafür, dass Wasseransammlungen, die sich im Körper verteilen, schneller wieder ausgeschieden werden. Zudem enthält die Artischocke B-Vitamine, Beta-Karotin, Calcium, Eisen und nur sehr wenig Zucker, weshalb sie auch bei einer zuckerreduzierten Ernährungsweise geeignet ist.

Warum sind Artischocken gesund?

  • Perfekt bei Diabetes:
    Aufgrund des hohen Anteils an Inulin eignen sich Artischocken perfekt bei der Ernährung für Diabetiker. Dieser besondere Ballaststoff verwandelt sich nämlich beim Kochen in Fruchtzucker, welchen der Körper auch ohne Insulin-Ausschüttung verarbeiten kann. Solltest du also an Diabetes leiden, ist Artischockensaft die ideale Ergänzung auf deinem Speiseplan. Außerdem senkt der Verzehr von Artischocken deine Blutfettwerte und wirken sich positiv auf deinen Cholesterinspiegel aus.

  • Stärkt die Leber:
    Der womöglich wichtigste Grund für den Verzehr des grünen, herzförmigen Gemüses ist die positive Wirkung auf Galle und Leber. Die Flavonoide, die in der Artischocke enthalten sind, können nämlich die Leber vor Stoffen, die die Zellen schädigen, schützen und zugleich den Gallenfluss begünstigen. Die Blätter der außergewöhnlichen Heilpflanze wirken außerdem entgiftend und sie unterstützen die Leber auch so in ihrer so wichtigen Funktion. Bei Gallensteinen oder dem Verschluss der Gallenwege ist jedoch von etwaigen Präparaten aus Artischockenextrakt abzuraten.

  • Hilft bei Blähungen und Völlegefühl:
    Wenn du häufiger unter Blähungen, Verstopfung oder Völlegefühl leiden solltest, baue unbedingt Artischocken in deinen Speiseplan ein. Neben dem Cynarin hilft auch der Bitterstoff Cynaropikrin in der Artischocke dabei, schwere und fettige Mahlzeiten besser zu verdauen. Dadurch wird nämlich die Gallenproduktion der Leber angeregt sowie die Muskulatur im Darm in Schwung gebracht. Bei einem besonderen Artischockenextrakt, welcher aus den Blättern hergestellt wird, kommt die beruhigende Wirksamkeit auf Magen-Dam-Trakt zum Vorschein. Aus diesem Grund wird es bei Störungen des Verdauungstraktes eingesetzt. Aber Vorsicht: Bei Durchfall darf ein solcher Artischockenextrakt nicht eingenommen werden. Dadurch könnten sich die Beschwerden nämlich sogar noch verschlimmern.

Was gilt es bei der Zubereitung von Artischocken zu beachten (Tipps etc.)?

Bei der Zubereitung sowie dem Verzehren von Artischocken herrscht eine allgemeine Verwirrung. Die meisten von uns essen bloß fertig eingelegte Herzen oder Artischocken, die wir im Restaurant bestellt haben oder von anderen für uns gekocht wurden. Dabei macht das Kochen von Artischocken viel mehr Spaß, als du denkst und ist zudem noch super einfach.

Artischocken inklusive ihrer Herzen kannst du garen, rösten, braten oder kochen. Zuerst entfernst du einfach die äußeren Blätter, schälst den Stiel, schneidest das obere Drittel vom Kopf ab und kürzt die Spitzen der Blätter – diese enthalten nämlich Dornen. Danach reibe alle Seiten mit dem Saft einer Zitrone ein oder lege sie kurz in Zitronenwasser ein. Das dient dem Zweck, dass sie nicht braun werden. 

Verzehr von Artischocken

Die Blätter kannst du im Grunde genommen auch essen, aber versuche nicht, diese zu kauen. Ziehe sie stattdessen durch die Zähne, damit du das weiche Fleisch der Blätter ablösen kannst. Die äußeren Blätter sind auf jeden Fall zu hart, diese kannst du also nicht komplett essen. Die inneren sind jedoch weich und saftig. Ganz besonders lecker schmecken sie eingetunkt in geschmolzene Butter oder in eine Aioli Soße. Das Artischocken-Herz kannst du im Ganzen verzehren, ebenso den Stiel, nachdem du ihn gekocht hast. Achte unbedingt darauf, die äußere und faserige Schicht zu schälen und das holzige Ende ein gutes Stück zu kürzen.

Artischocken gelten als gesunde und leckere Delikatesse und tun sowohl deiner Gesundheit als auch deiner Figur ausschließlich Gutes. Der Bitterstoff Cynarin sowie der Ballaststoff Inulin erheben die dekorativ aussehnenden Distelblüten zum optimalen Gemüse – vor allem im Bezug auf die Verdauungsorgane.

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